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Boxen

Wolfgang Paterno wurde 1971 in Dornbirn geboren. Er studiert
Germanistik und Philosophie und arbeitet beim Wochenmagazin profil.
Veröffentlichungen im Falter, taz, Die Zeit. Boxfreund seit der Zeit
des S/W-Fernsehens. Sehr frühe Erinnerungen daran, wie ihn sein Vater jeweils im Morgengrauen zu TV-Live-Übertragungen großer Boxkämpfe nach langem Bitten und Betteln aufweckte. Mit dem Vater in der dunklen Fernsehstube sitzend, Zeit der Männer!, und die kleinen kämpfenden Männer auf der Mattscheibe. Seit dieser Zeit: Fasziniert vom Faustkampf.

03/09/2007 Phil Mahre biblio.phil 0 Kommentare

„Ich versuche, die Nasenspitze meines Gegners zu treffen, ich will ihm das Nasenbein ins Gehirn treiben“  Mike „Iron Mike“ Tyson, US-amerikanischer Schwergewichtsboxer„Wenn ich Blut sehe, werde ich zum Stier“ Marvin „Marvelous“ Hagler, US-amerikanischer Mittelgewichtsboxer

Muhammad Ali: Mit dem Herzen eines Schmetterlings. Meine Gedanken zum Leben. Aus dem Englischen von Violeta Topalova und Ursula Pesch. Fotografien von Howard L. Bingham. Ehrenwirth/LÜBBE

Die Boxlegende Muhammad Ali, geboren 1942 als Cassius Clay - Stationen einer Epoche machenden Karriere: 1960 wurde Ali in Rom im Halbschwergewicht Olympiasieger; 1964 krönte er sich in einem Fight gegen den als unbezwingbar geltenden Sonny Liston zum jüngsten Schwergewichts-Weltmeister aller Zeiten. 1974: In Kinshasa, Zaire, fand der wohl legendärste Kampf der Boxgeschichte statt, als „Rumble in the Jungle“ ging die planvolle Keilerei in die Sporthistorie ein. Ali wurde nach dem sensationellen K.o.-Sieg über den gefürchteten Schläger und Titelverteidiger George Foreman zum zweiten Mal Weltmeister aller Klassen. 1978 holte sich Ali – mit einem Punktsieg in der Revanche gegen Leon Spinks – als erster Boxer zum dritten Mal die Schwergewichts-Krone.Muhammad Ali war zudem ein sympathischstes Großmaul („I've seen George Foreman shadow boxing and the shadow won“ – „I'm so fast that last night I cut the light off in my bedroom, hit the switch and was in the bed before the room was dark!“). Mit dem Titel seines jüngsten Werks, dem so pathetischen wie wesentlichen Erinnerungsbuch „Mit dem Herzen eines Schmetterlings“, erweist Ali vor allem einem Referenz - Muhammad Ali. Der wohl berühmteste Spruch von Muhammad „Big Mouth“ Ali lautet: „Float like a butterfly, sting like a bee.“

James A. Fox: Boxen. Fotografien. Übersetzt von Michael Killisch-Horn. Knesebeck Verlag

„Die Welt des Boxens bezieht ihren Schwung aus Training, Freundschaft und intensiven Augenblicken des Stolzes und der Verzweiflung. Sie ist ein Mikrokosmos unserer Gesellschaft, im dem alles enthalten ist, Wut und Lust, Hoffnung und Glück, wie auf einer Bühne, auf der die Schauspieler improvisieren, da sie nicht wissen, ob sich die Dinge für sie zum Guten oder zum Schlechten wenden werden, beziehungsweise ob sie, wie in unserem Fall, verletzt oder gesund aus der Sache herauskommen werden“, schreibt der Fotograf James A. Fox, Jahrgang 1935 und ehemaliger leitender Bildredakteur der Fotoagentur „Magnum“, im Vorwort zu „Boxen“, dem jüngsten Bildband des Box-Foto-Experten. „Boxen“, eine deutsche Erstveröffentlichung, zeichnet sich dadurch aus, dass Fox, der die internationale Boxszene seit 30 Jahren mit seiner Nikon begleitet, die abgebildeten Boxprofis und –amateure gerade nicht ins rechte Lichte rückte. Auf den körnigen SW-Bildern ist sie zu sehen, die ganze Erbärmlichkeit, die ganze Glorie dieses Sportes.

Volker Kluge: Max Schmeling. Eine Biographie in 15 Runden. Aufbau

Deutschlands einziger Boxweltmeister aller Klassen starb am Nachmittag des 2. Februar 2005. „Mit ihm verlieren wir eine der ganz großen, wenn nicht die größte Sportführungsfigur, was den Vorbildcharakter anlangt. Er war einer der ganz wenigen Jahrhundert-Helden, die gerade zum deutschen olympischen Sport eine enge Bindung hatten“, so Klaus Steinbach, Präsident des Deutschen Olympischen Komitees. Geboren wurde Max Schmeling am 28. September 1905, den WM-Titel im Schwergewicht trug er von 1930 bis 1932; im Jahr 1939 holte er sich mit einem Blitzsieg über Adolf Heuser den Europameistertitel. Zum Idol der Massen wurde Schmeling in der Nacht vom 19. Juni 1936: Im Yankee Stadium von New York, 40.000 Zuschauer auf den Rängen, rang Schmeling den Boxtitanen Joe Louis, den damals noch so genannten „braunen Bomber“, nieder.Biograf Kluge geht auch Schmelings NS-Verstrickungen und seiner naiven Haltung zum Regime kritisch nach - 1940 wurde der Profiboxer in die Wehrmacht einberufen und zum Fallschirmjäger ausgebildet. Bei der Landung auf Kreta 1941 zog er sich eine Knie- und Rückenverletzung zu, 1943 wurde er entlassen (erst 1989 wurde bekannt, dass Schmeling 1938 in seiner Berliner Wohnung zwei jüdische Bekannte versteckt und ihnen so die Flucht in die USA ermöglicht hatte). 1957 übernahm Schmeling, der seit 1933 mit der tschechischen Schauspielerin Anny Ondra (1902-1987) verheiratet war, die deutsche Konzession für den Vertrieb von Coca-Cola. Bereits um 1975 wurde Schmeling von deutschen Sportjournalisten zu „Deutschlands Sportler Nr. 1 auf Lebenszeit“ gekürt.

Michael Kohtes: Boxen. Eine Faustschrift. Suhrkamp

Michael Kohtes, geboren 1959, lebt als Autor und WDR3-Rundfunkredakteur in Köln. 1999 erschien seine „Faustschrift“ bei Suhrkamp als Originalausgabe – der oftmals als brutal und primitiv abgetane Boxsport wurde durch den edlen Frankfurter Verlag gleichsam nobilitiert. Das zweite große Verdienst von Kohtes um den Pugilismus (Kohtes dritte gute Tat für den Boxsport ist die konsequente Verwendung des Wortes „Pugilismus“, das der Duden mit „Faustkampf, Boxkampf“ übersetzt): Mit „Boxen. Eine Faustschrift“ verfasste Kohtes nachgerade einen Klassiker der Boxkultur-Geschichte. Weitere Buchveröffentlichungen aus Kohtes „kleiner Textfabrik“: „Nachtleben. Topographie des Lasters“ (1994), „Literarische Abenteurer. 13 Porträts“ (1996).Joyce Carol Oates: Über Boxen. Ein Essay. Aus dem Englischen von Ursula Locke-Gross. Manesse VerlagJoyce Carol Oates, 1938 in Lockport im Staate New York geboren, ist die Marathonfrau der US-amerikanischen Literatur. Ihr Werk umfasst Romane, Erzählungen, Theaterstücke, Gedichte und Essays, wobei zu den bekanntesten ihre Arbeit über den 1987 erschienenen Faustkampf gehört.  Mark Twain, Ödön von Horváth, Robert Musil, Norman Mailer, Jack London, Jonathan Swift oder Lord Byron schrieben über den Boxsport. Dazu Oates: „Schriftsteller fanden Boxen immer schon attraktiv. Seine unmittelbarste Anziehungskraft rührt wohl daher, dass es ein Schauspiel ohne Worte ist, sprachlos, dass es andere braucht, die es in Worte fassen, die seine Triumphe besingen, es vervollkommnen.“

Jan Philipp Reemtsma: Mehr als ein Champion. Über den Stil des Boxers Muhammad Ali. Rowohlt TB.  / Klett-Cotta

Eine Sternstunde der Boxanalyse: Jan Philipp Reemtsma, Gründer und Vorstand der Arno Schmidt Stiftung und Mitherausgeber der Bargfelder Ausgabe der Schmidt-Werke, gewinnt dem gemeinhin als primitiv-archaischem Ritual verschrienen Boxsport in seiner Untersuchung eines legendären Ali-Kampfes – 1. Oktober 1975, Manila: Ali versus Joe Frazier – so erstaunliche wie aufschlussreiche Ergebnisse ab. Auszug, Seite 25 und 26: „[Ali] war derjenige, der wirklich begriffen hatte, dass Sport eine Branche des Entertainment ist und also entsprechende Methoden braucht. Dass er später seine eigenen Regeln verletzte und doch wieder nicht, dass er seine sportliche Laufbahn zum politischen Kreuzzug stilisierte und nie ganz unironisch dabei war, macht ihn zu dem vielleicht ersten postmodernen Strategen.“

David Remnick: King of the World. Der Aufstieg des Cassius Clay oder Die Geburt des Muhammad Ali. Aus dem Englischen von Eike Schönfeld. BVT Berliner Taschenbuch Verlag

Pressestimmen: „Über Muhammad Ali sind viele gute Bücher geschrieben worden, aber David Remnicks ist mit Sicherheit das beste. Seit Stil ist klar und selbstbewußt, geradezu hypnotisch.“ („New York Observer“) – „Remnick hat ein Buch geschaffen, das in seinem Charakter Muhammad Ali selbst ähnelt: scharfsinnig, durchtrieben, unwiderstehlich. Er ist ein solcher Meister seines Handwerks, dass daraus Kunst wird.“ (Toni Morrison) – „Fördert mit scharfem Blick Einzelheiten zutage, von denen selbst mit Alis Lebenslauf eng Vertraute nichts gewusst haben dürften ... Eine erstaunliche Geschichte.“ („New York Times“) – „Von einem erregenden erzählerischen Elan ... Und zugleich eine bedeutende Darstellung einer der wichtigsten Epochen der amerikanischen Sozialgeschichte.“ („Chicago Tribune“)

ROMANE, ERZÄHLUNGEN, GEDICHTE

Bertolt Brecht: Der Kinnhaken. Gedichte, Geschichten und Essays zur Literatur und zum Boxsport. SuhrkampLeonard Gardner: Fat City. California Fiction. University of California PressErnest Hemingway: Fiesta. Aus dem Amerikanischen von Annemarie Horschitz-Horst. RowohltRobert Lowry: Tag, Fremder. Aus dem Englischen von Carl Weissner. Fischer S.F. X. Toole: Million Dollar Baby. GoldmannEinen der atmosphärisch am dichtesten Box-Romane verfasste ein maßloser, vom Wahnsinn gepeinigter Trinker und Dichter: Robert Lowry (1919-1994). „Violent Wedding“ (dt. „Tag, Fremder“) erschien 1953, kurz nach Lowrys erstem Kollaps, dem bis zu seinem Tod 1994 noch etliche folgen sollten. „Violent Wedding“ ist nicht nur eine Boxerstory, sondern auch das Porträt der desillusionierten amerikanischen Nachkriegsgesellschaft: Paris „Baby“ James, Boxgenie aus Harlem, bringt es zum Weltmeister im Mittelgewicht. Er zahlt dafür einen hohen Preis. Im Ring muss er einen Totschlag verantworten, seine schwangere Freundin verübt Selbstmord. „Violent Wedding“ wurde inspiriert durch einen Jahrhunderboxkampf: Am 14. Februar 1951 holte sich Sugar Ray Robinson (1921-1989), der spätere fünffache Mittelgewichts-Weltmeister, erstmals den Titel in einer blutigen, 13 Runden andauernden Ringschlacht gegen Jake LaMotta, die als „Bluthochzeit von Chicago“ in die Boxsportannalen einging (1980 verfilmte Martin Scorsese in „Raging Bull“ das Leben des Jake LaMotta).Es ist kein Zufall, dass gerade Ernest Hemingway (1899-1961) den Jungdichter Lowry seinerzeit als das „größte aller Talente“ ausmachte. Zwei Wesensverwandte rackerten sich literarisch an ähnlichen Themen ab: Jagd, Hochseefischerei, Stierkampf und, nicht zuletzt, Boxen – in Hemingways Debütroman „The sun also rises“ (dt. „Fiesta“) von 1926 taucht bereits die Figur des Boxers auf.Ein anderes Frühwerk: Mit knapp 30 schreibt der Autor und Sportjournalist Leonard Gardner, Jahrgang 1933, einen ausgewiesenen, berühmten Boxerroman: „Fat City“ (im Original 1969 erschienen) zeige, so der „Spiegel“, eine „Welt ohne Erlösung. Geschrieben mit eisiger Kontrolle, mit Sätzen, die treffen wie Uppercuts, zielgenaue Jabs und linke Haken ... Es sieht so aus, dass diese Seiten Prosa zu den wichtigsten der kommenden Jahre gehören“.Ein Leben wie ein Abenteuerroman: Jerry Boyd, 1930 im kalifornischen Long Beach geboren, arbeitete als Schuhputzer, Schauspieler, Golf-Caddie, Barmann, Stierkämpfer – und, mehr als zwanzig Jahre lang, auch als Cutman. Cutman sind in jedem Boxkampf enorm wichtig, Cutman flicken in den kurzen Kampfpausen die Faustkämpfer wieder zusammen. Schere, Mull, Vaseline, Wattestäbchen, Klebeband und ein Metallteil in Form eines Bügeleisens, „Enswell“ genannt, sind das Arbeitsmaterial eines Cutman. Boyd schrieb zwischen den Kämpfen Geschichten auf – in einem literarischen Kleinstverlag veröffentlichte er unter dem Pseudonym F. X. Toole seine Short Stories. Im September 2000 erschien schließlich die von der Kritik hymnisch gefeierte Geschichtensammlung „Rope Burns“ in Buchform – „Million Dollar Baby“, die Titelgeschichte des Bandes, wurde von und mit Clint Eastwood 2004 verfilmt.Und Boxen und Lyrik? Ist Faustkampf und das Schlagen der Lyra nicht ein allzu verschärftes Gegensatzpaar? Mitnichten. Bertolt Brecht verfasste 1927 sein berühmtes Langgedicht „Gedenktafel für 12 Weltmeister“:Dies ist die Geschichte der Weltmeister im MittelgewichtIhrer Kämpfe und LaufbahnenVom Jahre 1891Bis heute.Ich beginne die Serie im Jahre 1891-Der Zeit rohen SchlagensWo die Boxkämpfe noch über 56 und 70 Runden gingenUnd einzig beendet wurden durch den Niederschlag -Mit BOB FITZSIMMONS, dem Vater der BoxtechnikInhaber der Weltmeisterschaft im MittelgewichtUnd im Schwergewicht (durch seinem am 17. März 1897erfochtenen Sieg über Jim Corbett).34 Jahre seines Lebens im Ring, nur sechsmal geschlagenSo sehr gefürchtet, dass er das ganze Jahr 1889Ohne Gegner war. Erst im Jahre 1914Im Alter von 51 Jahren absolvierte erSeine beiden letzten Kämpfe:Ein Mann ohne Alter.1905 verlor Bob Fitzsimmons seinen Titel anJack O’Brien genannt PHILADELPHIA JACK.Jack O’Brien begann seine BoxerlaufbahnIm Alter von 18 JahrenEr bestritt über 200 Kämpfe. NiemalsFragte Philadelphia Jack nach der Börse.Er ging aus von dem StandpunktDass man lernt durch KämpfeUnd er siegte, so lange er lernte.Jack O’Brien Nachfolger warSTANLEY KETCHELBerühmt durch vier wahre SchlachtenGegen Billie PapkeUnd als rauhster Kämpfer aller ZeitenHinterrücks erschossen mit 23 JahrenAn einem lachenden HerbsttageVor seiner Farm sitzendUnbesiegt.Ich setze meine Serie fort mitBILLIE PAPKEDem ersten Genie des Infighting.Damals wurde zum ersten Male gehörtDer Name: Menschliche Kampfmaschine.Im Jahre 1913 zu ParisWurde er geschlagenDurch einen größeren in der Kunst des Infighting:Frank Klaus.FRANK KLAUS, sein Nachfolger, traf sichMit den berühmten Mittelgewichten seiner ZeitJim Gardener, Billie BergerWillie Lewis und Jack DillonUnd Georges Carpentier war gegen ihn schwach wie ein Kind.Ihn schlug GEORGE CHIPDer unbekannte Mann aus OklahomaDer nie sonst Taten von Bedeutung vollbrachteUnd geschlagen wurde vonAL MACCOY, dem schlechtesten aller MittelgewichtsmeisterDer weiter nichts konnte als einsteckenUnd seiner Würde entkleidet wurde vonMIKE O’DOWDDem Mann mit dem eisernen KinnGeschlagen vonJOHNNY WILSONDer 48 Männer k. o. schlugUnd selber k. o. geschlagen wurde vonHARRY GREBB, der menschlichen WindmühleDem zuverlässigsten aller BoxerDer keinen Kampf ausschlugUnd jeden bis zu Ende kämpfteUnd wenn er verloren hatte, sagte:Ich habe verloren.Der den Männertöter DempseyDen Tigerjack, den ManassamaulerVerrückt machte, dass er beim TrainingSeine Handschuhe wegwarfDas „Phantom, das nicht stillstehen konnte“Geschlagen 1926 nach Punkten vonTIGER FLOWERS, dem Neger und PfarrerDer nie k. o. ging.Nach ihm war Weltmeister im MittelgewichtDer Nachfolger des boxenden PfarrersMICKEY WALKER, der den mutigsten Boxer EuropasDen Schotten Tommy MilliganAm 30. Juni 1927 zu London in 30 MinutenIn Stücke schlug.Bob FitzsimmonsJack O’BrienStanley KetchelBillie PapkeFrank KlausGeorge ChipAl MacCoyMike O’DowdJohnny WilsonHarry GrebbTiger FlowersMickey Walker –Dies sind die Namen von 12 MännernDie auf ihrem Gebiet die besten ihrer Zeit warenFestgestellt durch harten KampfUnter Beobachtung der SpielregelnVor den Augen der Welt.TonträgerHits and Misses. Muhammad Ali and the Ultimate Sound of Fistfighting. Trikont.„Er war ein notorisches Großmaul und der beste Boxer seiner Zeit, vielleicht aller Zeiten. Spätestens nachdem sich Cassius Clay in Muhammad Ali umbenannte, der Heavy Weight Champion den Kriegsdienst in Vietnam verweigerte und radikale schwarze Ideen äußerte, reichte sein Einfluss weit über den Boxring hinaus in die Politik und Kulturgeschichte hinein. „He is he“: Ali taugte mit seinem selbstbewussten, scharfsinnigen und durchtriebenen Auftreten zum Sport-Idol wie zum Pop-Rebellen. Das bezeugen nicht zuletzt die vielen musikalischen Tribute an „Black Superman“ aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt. „Hits & Misses“ trägt 22 Songs von und um Muhammad Ali zusammen. Bekannte und unbekannte Soul-, Funk-, Brasil- und Reggae-Musiker treffen auf singende Boxer und ehemalige Ali-Gegner. Und natürlich hatte auch „The Greatest“ bei Gelegenheit die Boxhandschuhe gegen das Gesangsmikro eingetauscht....“ (Booklet)Boxen. Wahre Leidenschaft. Tonkombinat (Eichborn)„Mann gegen Mann. Nackte Oberkörper. Die reine Physis. Boxen ist seinem Wesen nach archaisch. Doch in den wirklich großen Kämpfen erlangt das Geschehen im Ring eine existenzielle Dimension, spiegeln sich wie im Falle Muhammad Alis die Gefühle und Konflikte einer ganze Epoche wieder. Boxkämpfe sind großartige Dramen ohne Worte und das hat Schriftsteller seit jeher an den Ring gezogen. Mit musikalisch und akustisch umrahmten Texten von Bertolt Brecht, Joyce Carol Oates, David Remnick, Robert Lowry u.a. – allesamt leidenschaftliche Box-Fans - nähert sich das literarische Feature dieser unsagbar intimen Sportart.“ (Booklet)

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