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Double Feature

Stavaric & Spalt

Di., 19.10.2009

Eine Double-Feature-Buchpräsentation im phil, gemeinsam mit dem Czernin-Verlag.

Michael Stavaric kommt mit seinen zwei Erzählstücken "Déjà-vu mit Pocahontas" und "Raritan River", Linda Spalt präsentiert ihren Band " Blüten Ein Gebrauchsgegenstand".

Dienstag, 19.Oktober 2010, 20 Uhr

Eintritt frei!

12/10/2010 phil christian biblio.phil 0 Kommentare

Michael Stavarics Erzählstücke „Déjà-vu mit Pocahontas“ und „Raritan River“ sind die unmittelbaren Produkte eines literarischen Alltags: autobiografisch und phantastisch, gewitzt und sprachmächtig zeugen sie von literarischem Nomadentum.

Michael Stavaric, der neben anderen Veröffentlichungen im Frühjahr 2011 seinen fünften Roman publiziert und damit einer der produktivsten Autoren der jüngeren Generation ist, beweist mit diesen kleinen Meisterstücken einmal mehr, dass literarischer Mut unterhaltsam sein kann. In „Déjà-vu mit Pocahontas“ begibt sich der Erzähler auf eine Lesereise. Die Züge, die ihn in Deutschland an sein Ziel bringen, verheißen einiges: Erkenntnis und ein amüsantes Stelldichein mit der modernen Pocahontas. Geschickt bedient sich Stavaric Arno Schmidt’scher Sprache und Topoi, um dann den Leser auf ganz andere Spuren zu lenken. „Raritan River“ wiederum spielt auf amerikanischem Boden, der Erzähler folgt einem Fluss und seinen dazugehörigen Ortschaften, einst tiefstes Indianerland. Dabei entsteht ein literarischer „Roadmoviereport“ – Überliefertes, Geschichtliches und Alltägliches vermengt sich zu absurden Szenerien. Die daraus resultierende poetische Kraft wendet sich entschieden gegen die „Ortlosigkeit“ moderner Welten.

Michael Stavaric, geboren 1972 in Brno, lebt als freier Schriftsteller und Übersetzer in Wien. Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen – zuletzt (2009) wurde er mit dem Hohenemser Literaturpreis, dem Literaturpreis Wartholz und dem Mira-Lobe-Stipendium ausgezeichnet.

Mit „Blüten“ erweist sich Lisa Spalt erneut als eine der profiliertesten Schriftstellerinnen ihrer Generation. Kompromisslos poetisch schreibt die Autorin über Wert und Verwertung der Natur, über das Ansteckende der Schönheit und ihre bisweilen krankhaften Auswüchse am Beispiel der holländischen Tulpenmanie zu Beginn des 17. Jahrhunderts

... Plötzlich wurden Tulpenzwiebeln statt Aktien gehandelt, Laien riskierten an Tulpenbörsen, die in den Hinterzimmern von Wirtshäusern eingerichtet worden waren, ihr Hab und Gut. Diese historisch verbürgte Begebenheit bildet den Ausgangspunkt von Lisa Spalts literarischem Parforceritt durch die Kulturgeschichte. Ein Sprachexperiment, das in der Gegenwartsliteratur seinesgleichen sucht.

Lisa Spalt,  geboren 1970 in Hohenems, lebt seit dem Studium der Germanistik und Romanistik in Wien. Arbeiten zum Handeln in Sprache und Bild. Letzte Publikationen: „Grimms", "Hollis & Holly" (zu Zeichnungen respektive Siebdrucken von Georg Bernsteiner). Gemeinsam mit dem Komponisten Clemens Gadenstätter Projekte für Stimme und andere Instrumente, zuletzt „Madrigale“ für die „Neuen Vokalsolisten Stuttgart“. www.lisaspalt.info

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